Am 28. Januar war es soweit: Habitat-Grenzbach hat seine Bewerbung im Konzeptvergabeverfahren der Stadt Konstanz eingereicht – überpünktlich, vollständig und mit einem Konzept, auf das wir gemeinsam stolz sein können.
Hinter diesem Moment stecken viele Monate intensiver Arbeit.
Ein partizipativer Prozess bis zuletzt
Was Habitat-Grenzbach von Anfang an auszeichnet, ist unser Anspruch: Alle wichtigen Entscheidungen werden gemeinsam getroffen – im Plenum, vorbereitet von den Arbeitsgruppen oder im Vorstand. Dieser Grundsatz hat uns auch durch den Bewerbungsprozess getragen, und das war keine Selbstverständlichkeit.
Mehrere Plena waren in den letzten Monaten fokussiert auf die Bewerbung ausgerichtet. Alle Arbeitsgruppen – von der AG Finanzen & Recht über die AG Projektplanung bis zur AG Gemeinschaft – haben ihren Teil beigetragen. Anfang November fand unsere große Bewerbungsklausur statt, in der wir das Konzept zusammengeführt und geschärft haben. Und wer gedacht hatte, über die Feiertage kurz durchzuatmen, wurde eines Besseren belehrt: Mitten in der Weihnachtspause trafen wir uns zu einer Finanzierungsplanungsklausur – denn das Fenster war eng und die Aufgabe zu wichtig.
Mehr als ein Formular
Was wir eingereicht haben, ist das Ergebnis von weit mehr als interner Abstimmung. Unser Architekturbüro Siedlungswerkstatt hat die räumlichen und baulichen Grundlagen erarbeitet, unsere Bankberater haben das Finanzierungskonzept mit uns entwickelt. Gleichzeitig haben wir in diesen Monaten Letters of Intent gesammelt – von Gastronomiepartnern, Carsharing-Anbietern, Fahrradwerkstatt, der Uni Konstanz und weiteren – die zeigen: Dieses Projekt ist nicht nur eine Idee, es ist bereits ein Netzwerk.
Was wir eingereicht haben
Im Konzeptvergabeverfahren bewirbt sich Habitat-Grenzbach um die Möglichkeit, das Grenzbachareal in Konstanz mit einem gemeinschaftlichen, nicht-spekulativen Wohnprojekt zu bebauen. Das Konzept umfasst bezahlbaren Wohnraum – ein großer Teil davon sozial gebunden langjähriger Bindung, Clusterwohnungen, ein quartiersoffenes Café, Gemeinschaftsräume, eine nachhaltige Holz-Hybridbauweise und vieles mehr. Rechtlich getragen wird das Ganze dem Plan nach durch das Mietshäuser Syndikat, das den dauerhaften Entzug der Immobilie aus dem Spekulationsmarkt sichert.
Und jetzt?
Die Entscheidung liegt bei der Stadt Konstanz. Wir warten – mit Zuversicht, mit Geduld und mit dem guten Gefühl, alles gegeben zu haben. Was auch immer kommt: Dieser Prozess hat uns als Gruppe weiter zusammengeschweißt, unsere Strukturen gestärkt und unser Konzept auf ein neues Niveau gehoben.
Danke an alle, die diesen Schritt möglich gemacht haben. Es war Teamarbeit – im besten Sinne des Wortes.